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Forschung

Master- und Doktorarbeiten

 

Doktorarbeit/Promotion in der Anatomie

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist ein wesentliches Anliegen des Instituts für Funktionelle und Klinische Anatomie. Das Institut sieht es daher als eine zentrale Aufgabe an, qualifizierte Nachwuchsförderung durch die Einbindung in wissenschaftliche Projekte durch Vergabe von Promotionsthemen zu betreiben und so den wissenschaftlichen Nachwuchs in die Forschungsprojekte des Instituts einzubinden und zu fördern.

Die Voraussetzung für eine Promotion, ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Betreuer*in und Doktorand*in auf hohem wissenschaftlichem Niveau unter Einhaltung der Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis. Grundlage ist das eigenständige wissenschaftliche Bearbeiten eines vom Betreuer*in vorgegebenen Themas mit erkennbarer Forschungsleistung.

Das Promotionsvorhaben läuft in der Regel in folgenden Phasen ab:

  • Einarbeitungsphase zur Sichtung der bestehenden Literatur und zum Erwerb benötigter methodischer Fähigkeiten.
  • Vertiefungsphase zur experimentellen Planung und Erarbeitung konkreter Forschungsziele unter Einbeziehung des/der Erstbetreuer*in sowie des Doktorvaters/Doktormutter (falls nicht Betreuer*in) für die Promotion.
  • Erarbeitungsphase zum selbständigen Erarbeiten wissenschaftlicher Ergebnisse und Auswertung der experimentell erhobenen Daten.
  • Abschlussphase zum Verfassen der Dissertationsschrift und der zugehörigen Verteidigung.

Die Phasen überlappen sich weitgehend, ihre Dauer ist schwer voraussagbar und richtet sich nach den Fähigkeiten und dem Zeiteinsatz der/des Doktorandin*en. Weitere Einflussfaktoren sind möglich (z. B. Defekt oder Überlastung eines Forschungsgerätes).

Die Promotion erfolgt unter Anleitung des/der Erstbetreuer*in, der die/den Doktorandin*en bei der eigenständigen Erarbeitung fachlich berät. Insbesondere achtet der/die Erstbetreuer*in darauf, dass:

  • die/der Doktorand*in in das Fachgebiet und das relevante wissenschaftliche Umfeld eingeführt wird.
  • die/der Doktorand*in bei der Umsetzung der Grundsätze zur guten wissenschaftlichen Praxis unterstützt und angeleitet wird.
  • die/der Doktorand*in Hinweise zur Beschaffung der Fachliteratur und des Forschungsmaterials bekommt.
  • die/der Doktorand*in die nötigen Empfehlungen zur Formulierung und Begrenzung von Thema und Problemstellung erhalten.
  • Hypothesen und Methoden gemeinsam diskutiert und beurteilt werden.
  • Resultate und deren Beurteilung gemeinsam besprochen werden.
  • die Teilnahme an wissenschaftlichen Tagungen und sonstigen Ausschreibungen (z.B. Preisen) entsprechend den finanziellen Möglichkeiten des Instituts gefördert werden.
  • gegebenenfalls Praxiserfahrung (im In- und Ausland) ermöglicht wird.
  • es regelmäßige Treffen mit dem/der Doktoranden*in zu einer ausführlichen Besprechung gibt.
  • die/der Doktorand*in zur Disposition und Darstellung (Aufbau, Sprache) der Dissertation beraten wird.
  • die/der Doktorand*in in der Abschlussphase mit dem Ziel einer zeitnahen Fertigstellung der Dissertation begleitet wird.

Die Promotion bringt auch Pflichten für die/den Doktorand*in mit sich:

Die/der Doktorand*in verpflichtet sich mit dem Antritt der Promotion zu zielgerichtetem, eigenständigem wissenschaftlichen Arbeiten.

  • Absprachen zur Planung und Durchführung sowie Bewertung der experimentellen Arbeit erfolgen durch den/die Erstbetreuer*in. Voraussetzung ist der kontinuierliche Kontakt zum/zur Erstbetreuer*in, um die Betreuung zu ermöglichen. Terminliche Absprachen müssen daher auch eingehalten werden.
  • Der/die Doktorand*in hat auf Anfrage jederzeit Auskunft zum Stand und Fortschritt des Dissertationsprojekts gegenüber der/dem Erstbetreuer*in zu geben.
  • Es wird erwartet, dass der/die Doktorand*in im Regelfall für die methodisch, praktische Durchführung des experimentellen Anteils der Dissertation ein Forschungssemester (Freisemester) nimmt und entsprechend für die Forschung nutzt. Vor dem Beginn der experimentellen Arbeiten muss eine Sicherheitseinweisung erfolgen.
  • Die regelmäßige Teilnahme an wissenschaftlichen Instituts-internen Veranstaltungen (Anatomisches Kolloquium, Doktorandenseminare, interne Weiterbildungen etc.) werden vorausgesetzt, sofern sie nicht mit offiziellen Lehrveranstaltungen kollidieren.
  • Der/die Doktorand*in ist verpflichtet, sich Grundkenntnisse in gängigen Officeprogrammen (Word, Excel, Powerpoint), soweit nicht vorhanden, selbständig anzueignen.
  • Der/die Doktorand*in sollte die Möglichkeit nutzen, die Forschungsarbeit auf nationalen und internationalen Kongressen in Absprache mit dem/der Betreuer*in zu präsentieren. Im Rahmen einer kumulativen Promotion (Erstautorenschaft) wird dies vorausgesetzt.
  • Die Ergebnisse der Promotionsarbeit werden abschließend im Institutskolloquium/ Anatomischen Kolloquium unter Anwesenheit des/der Erstbetreuer*in präsentiert.
  • Die Promotion wird durch eine Dissertationsschrift und/oder durch eine wissenschaftliche Veröffentlichung (Erstautor oder Koautor) in einer wissenschaftlich begutachteten Zeitschrift (Peer-review) nach den Promotionsrichtlinien der Medizinischen Fakultät der FAU abgeschlossen.
  • Für den Fall, dass die/der Doktorand*in von seinem Promotionsvorhaben zurücktreten möchte, kann sie/er das Betreuungsverhältnis nur unter Angabe triftiger Gründe beenden.
  • Der/die Doktorand*in ist mit Beginn der Promotion am Institut dazu verpflichtet, sich selbständige auf dem Promotionsportal docDaten der FAU (https://www.docdaten.fau.de/gs/login/auth) anzumelden.
  • Weitere Informationen zur Promotion sind auf der Webpage des Graduiertenzentrums (https://www.fau.de/graduiertenzentrum/promotion/), auf den Seiten des Doktoranden-Service-Centers der Medizinischen Fakultät (https://www.med.fau.de/forschung/wissenschaftlicher-nachwuchs/promotion-2/waehrend-der-promotion/) sowie auf der Seite der Graduiertenschule für Lebenswissenschaften der FAU (https://www.life.fau.de/) nachlesbar.

Besondere Rahmenbedingungen einer Promotion am Institut:

Wird die Promotion im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses an der FAU oder eines Stipendiums durchgeführt, gewährleisten der/die Erstbetreuer*in geeignete Arbeitsbedingungen. Besteht kein Beschäftigungsverhältnis so besteht kein Anspruch auf einen festen Büroarbeitsplatz. Ein Kittel sowie ein PC für die Promotion kann nur in Ausnahmefällen durch das Institut bereitgestellt werden.

Einhaltung der Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis

Der/die Doktorand*in und der/die Betreuer*in verpflichten sich, die Grundsätze zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis einzuhalten. Weitere Informationen zu Grundsätzen guter wissenschaftlicher Praxis sind auf der Webpage der FAU (https://www.fau.de/universitaet/rechtsgrundlagen/sonstige-regelungen/ und https://www.fau.de/graduiertenzentrum/informationen-a-z/gute-wissenschaftliche-praxis/) zu finden.

Aktuelle Promotionsthemen

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Betreuer.