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Forschung

Doktor- und Masterarbeiten

 

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Masterarbeitsthema am Institut für Funktionelle und Klinische Anatomie

Trockenes Auge bei peripherer Polyneuropathie am Mausmodell „Morphologische und biochemische Charakterisierung des Tränenapparates bei peripherer Polyneuropathie im Hinblick auf das Dry Eye Syndrom“

Zielgruppe: Master-Studierende der Molekularen Medizin, Biologie o.ä.

Zeitpunkt: Ab sofort (Juni 2019) oder zum nächstmöglichen Zeitpunkt (nach Absprache)

Ansprechpartner: Jessica Welss (jessica.welss@fau.de)

Thema:

Polyneuropathien (PN) sind Störungen oder Schädigungen peripherer Nerven und gehören mit diversen Subtypen, Ursachen und Ausprägungen zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen weltweit. Die diabetische Polyneuropathie ist innerhalb Europas die am häufigsten dokumentierte Form. Üblicherweise beginnt eine neuropathische Erkrankung mit Taubheit, Kribbeln oder Stechen in Fingern und Zehen und kann zu einem partiellen oder kompletten sensorischen Funktionsverlust in den Gliedmaßen führen. Andere Patienten klagen über eine Hypersensibilität, bei der das Schmerzempfinden im Allgemeinen erhöht ist (Hyperalgesie) oder Reize als unangenehm empfunden werden, die üblicherweise nicht schmerzhaft sind (Allodynie) [1, 2]. PN-Patienten zeigen zudem ein gesteigertes Risiko ein Trockenes Auge (DED = Dry eye disease) zu entwickeln. DED gehört zu einer weit verbreiteten, aber extrem heterogenen Gruppe der Augenoberflächenerkrankungen. Patienten leiden dabei neben einer Trockenheit der Augenoberfläche, häufig an einem Gefühl von Unwohlsein, Juckreiz, an einer Überempfindlichkeit oder vieles mehr [3]. In einer klinischen Studie über PN berichteten 93% der Patienten zusätzlich über derartige, für DED typische Symptome [4]. Für einen gesunden Tränenfilm ist eine intakte Innervation der Augenoberfläche und des Tränenappartes essentiell. Da einer PN häufig eine neuronale Degeneration zu Grunde liegt und eine Verbindung von reduzierter cornealer Nervenfaserdichte und Verminderung der Tränenflüssigkeitsmenge bereits gezeigt werden konnte, ist es Ziel des Projektes zwei unterschiedliche Polyneuropathie-Mausmodelle auf morphologischer sowie auf Protein- und Gen-Ebene zu untersuchen. Dabei sollen übereinstimmende Faktoren identifiziert werden, die zur Ätiologie und Pathogenese des Trockenen Auges über neurologische Prozesse beitragen.

Methoden-Spektrum:

– Transmissionselektronenmikroskopie
– Biochemische Analysen (qPCR etc.)
– Histologische/ Immunhistologische Färbungen

Literatur:

1. Zhuo, M., Cortical excitation and chronic pain. Trends Neurosci, 2008. 31(4): p. 199-207.
2. Deuis, J.R., et al., An animal model of oxaliplatin-induced cold allodynia reveals a crucial role for Nav1.6 in peripheral pain pathways. Pain, 2013. 154(9): p. 1749-57.
3. Belmonte, C., et al., TFOS DEWS II pain and sensation report. Ocul Surf, 2017. 15(3): p. 404-437.
4. Grant, I.A., et al., Peripheral neuropathy associated with sicca complex. Neurology, 1997. 48(4): p. 855-62.

Master – english version 06 2019

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist ein wesentliches Anliegen des Instituts für Funktionelle und Klinische Anatomie. Das Institut sieht es daher als eine zentrale Aufgabe an, qualifizierte Nachwuchsförderung durch die Einbindung in wissenschaftliche Projekte durch Vergabe von Promotionsthemen zu betreiben und so den wissenschaftlichen Nachwuchs in die Forschungsprojekte des Instituts einzubinden und zu fördern.

Die Voraussetzung für eine Promotion ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Betreuer*in und Doktorand*in auf hohem wissenschaftlichem Niveau unter Einhaltung der Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis. Grundlage ist das eigenständige wissenschaftliche Bearbeiten eines von der Betreuerin/vom Betreuer vorgegebenen Themas mit erkennbarer Forschungsleistung.

Das Promotionsvorhaben läuft in der Regel in folgenden Phasen ab:

  • Einarbeitungsphase zur Sichtung der bestehenden Literatur und zum Erwerb benötigter methodischer Fähigkeiten.
  • Vertiefungsphase zur experimentellen Planung und Erarbeitung konkreter Forschungsziele unter Einbeziehung der Erstbetreuerin/des Erstbetreuers sowie der Doktormutter/des Doktorvaters (falls nicht Betreuer*in) für die Promotion.
  • Erarbeitungsphase zum selbständigen Erarbeiten wissenschaftlicher Ergebnisse und Auswertung der experimentell erhobenen Daten.
  • Abschlussphase zum Verfassen der Dissertationsschrift und der zugehörigen Verteidigung.

Die Phasen überlappen sich weitgehend, ihre Dauer ist schwer voraussagbar und richtet sich nach den Fähigkeiten und dem Zeiteinsatz der Doktorandin/des Doktoranden. Weitere Einflussfaktoren sind möglich (z. B. Defekt oder Überlastung eines Forschungsgerätes).

Die Promotion erfolgt unter Anleitung der Erstbetreuerin/des Erstbetreuers, der die Doktorandin/den Doktoranden bei der eigenständigen Erarbeitung fachlich berät. Insbesondere achtet die Erstbetreuerin/der Erstbetreuer darauf, dass:

  • die Doktorandin/der Doktorand in das Fachgebiet und das relevante wissenschaftliche Umfeld eingeführt wird.
  • die Doktorandin/der Doktorand bei der Umsetzung der Grundsätze zur guten wissenschaftlichen Praxis unterstützt und angeleitet wird.
  • die Doktorandin/der Doktorand Hinweise zur Beschaffung der Fachliteratur und des Forschungsmaterials bekommt.
  • die Doktorandin/der Doktorand die nötigen Empfehlungen zur Formulierung und Begrenzung von Thema und Problemstellung erhalten.
  • Hypothesen und Methoden gemeinsam diskutiert und beurteilt werden.
  • Resultate und deren Beurteilung gemeinsam besprochen werden.
  • die Teilnahme an wissenschaftlichen Tagungen und sonstigen Ausschreibungen (z.B. Preisen) entsprechend den finanziellen Möglichkeiten des Instituts gefördert werden.
  • gegebenenfalls Praxiserfahrung (im In- und Ausland) ermöglicht wird.
  • es regelmäßige Treffen mit der Doktorandin/dem Doktoranden zu einer ausführlichen Besprechung gibt.
  • die Doktorandin/der Doktorand zur Disposition und Darstellung (Aufbau, Sprache) der Dissertation beraten wird.
  • die Doktorandin/der Doktorand in der Abschlussphase mit dem Ziel einer zeitnahen Fertigstellung der Dissertation begleitet wird.

Die Promotion bringt auch Pflichten für die Doktorandin/den Doktoranden mit sich:

Die Doktorandin/der Doktorand verpflichtet sich mit dem Antritt der Promotion zu zielgerichtetem, eigenständigem wissenschaftlichen Arbeiten.

  • Absprachen zur Planung und Durchführung sowie Bewertung der experimentellen Arbeit erfolgen durch die Erstbetreuerin/den Erstbetreuer. Voraussetzung ist der kontinuierliche Kontakt zur Erstbetreuerin/zum Erstbetreurer, um die Betreuung zu ermöglichen. Terminliche Absprachen müssen daher auch eingehalten werden.
  • Die Doktorandin/der Doktorand hat auf Anfrage jederzeit Auskunft zum Stand und Fortschritt des Dissertationsprojekts gegenüber der Erstbetreuerin/dem Erstbetreuer zu geben.
  • Es wird erwartet, dass die Doktorandin/der Doktorand im Regelfall für die methodisch, praktische Durchführung des experimentellen Anteils der Dissertation ein Forschungssemester (Freisemester) nimmt und entsprechend für die Forschung nutzt. Vor dem Beginn der experimentellen Arbeiten muss eine Sicherheitseinweisung erfolgen.
  • Die regelmäßige Teilnahme an wissenschaftlichen Instituts-internen Veranstaltungen (Anatomisches Kolloquium, Doktorandenseminare, interne Weiterbildungen etc.) werden vorausgesetzt, sofern sie nicht mit offiziellen Lehrveranstaltungen kollidieren.
  • Die Doktorandin/der Doktorand ist verpflichtet, sich Grundkenntnisse in gängigen Officeprogrammen (Word, Excel, Powerpoint), soweit nicht vorhanden, selbständig anzueignen.
  • Die Doktorandin/der Doktorand sollte die Möglichkeit nutzen, die Forschungsarbeit auf nationalen und internationalen Kongressen in Absprache mit der Betreuerin/dem Betreuter zu präsentieren. Im Rahmen einer kumulativen Promotion (Erstautorenschaft) wird dies vorausgesetzt.
  • Die Ergebnisse der Promotionsarbeit werden abschließend im Institutskolloquium/ Anatomischen Kolloquium unter Anwesenheit der Erstbetreuerin/des Erstbetreuers präsentiert.
  • Die Promotion wird durch eine Dissertationsschrift und/oder durch eine wissenschaftliche Veröffentlichung (Erstautor oder Koautor) in einer wissenschaftlich begutachteten Zeitschrift (Peer-review) nach den Promotionsrichtlinien der Medizinischen Fakultät der FAU abgeschlossen.
  • Für den Fall, dass die Doktorandin/der Doktorand von seinem Promotionsvorhaben zurücktreten möchte, kann sie/er das Betreuungsverhältnis nur unter Angabe triftiger Gründe beenden.
  • Die Doktorandin/der Doktorand ist mit Beginn der Promotion am Institut dazu verpflichtet, sich selbstständig auf dem Promotionsportal docDaten der FAU (https://www.docdaten.fau.de/gs/login/auth) anzumelden.
  • Weitere Informationen zur Promotion sind auf der Webpage des Graduiertenzentrums (https://www.fau.de/graduiertenzentrum/promotion/), auf den Seiten des Doktoranden-Service-Centers der Medizinischen Fakultät (https://www.med.fau.de/forschung/wissenschaftlicher-nachwuchs/promotion-2/waehrend-der-promotion/) sowie auf der Seite der Graduiertenschule für Lebenswissenschaften der FAU (https://www.life.fau.de/) nachlesbar.

Besondere Rahmenbedingungen einer Promotion am Institut:

Wird die Promotion im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses an der FAU oder eines Stipendiums durchgeführt, gewährleisten die Erstbetreuerin/der Erstbetreuer geeignete Arbeitsbedingungen. Besteht kein Beschäftigungsverhältnis so besteht kein Anspruch auf einen festen Büroarbeitsplatz. Ein Kittel sowie ein PC für die Promotion kann nur in Ausnahmefällen durch das Institut bereitgestellt werden.

Einhaltung der Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis:

Die Doktorandin/der Doktorand und die Betreuerin/der Betreuer verpflichten sich, die Grundsätze zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis einzuhalten. Weitere Informationen zu Grundsätzen guter wissenschaftlicher Praxis sind auf der Webpage der FAU (https://www.fau.de/universitaet/rechtsgrundlagen/sonstige-regelungen/ und https://www.fau.de/graduiertenzentrum/informationen-a-z/gute-wissenschaftliche-praxis/) zu finden.